Ratgeber Dachdecker
Aufträge als Dachdecker gewinnen
Ein Dachdecker hat selten ein Nachfrageproblem und fast immer ein Verteilungsproblem. Der Sommer ist dicht, der Winter dünn, und nach einem Sturm klingelt drei Tage lang das Telefon. Die Frage ist deshalb nicht, wie Sie mehr Anfragen bekommen, sondern wie Sie planbar an die richtigen kommen, ohne dafür ein Vermögen auszugeben.
Die Wege im Überblick
- Empfehlung und Bestandskunden. Kostet nichts, lässt sich aber kaum steuern
- Sturm- und Schadensfälle. Hohe Abschlussquote, dafür unplanbar
- Eigene Website und Google. Der einzige Kanal, der dauerhaft trägt, und der teuerste im Aufbau
- Google Ads. Wirkt sofort, kostet dauerhaft
- Portale. Schnell verfügbar, geteilt und im Preis unter Druck
- Feste Partner. Hausverwaltungen, Solarteure, Sachverständige
Empfehlung: die beste Quelle, die sich am wenigsten steuern lässt
Ein gedecktes Dach hält dreißig Jahre. Der Kunde empfiehlt Sie also nicht, weil er wieder etwas braucht, sondern weil ihn zufällig jemand fragt. Das können Sie kaum beschleunigen.
Was hilft: nach der Abnahme um eine Google-Bewertung bitten, solange das Gerüst noch steht. Zwei Wochen später erinnert sich niemand an den Moment. Die Bewertung wirkt doppelt, weil sie über die Suche auch Fremde erreicht.
Sturmschäden: der Sonderfall im Dachhandwerk
Kein anderes Gewerk hat einen so scharfen Ausschlag. Nach einem schweren Sturm rufen an einem Tag mehr Leute an als sonst im Monat, drei Wochen später ist es vorbei. Wer nicht ans Telefon geht, ist raus. Der Kunde ruft die Liste durch.
Der Draht zu Versicherungen und Sachverständigen zahlt sich hier aus. Planbar ist beides nicht. Sturmarbeit füllt Lücken, sie trägt kein Jahr.
Die eigene Website: was sie wirklich kostet
Hier unterschätzen die meisten Betriebe den Aufwand, und zwar nicht beim Geld, sondern bei der Zeit.
Eine Website, die von einer Agentur gebaut wird und mehr ist als eine Visitenkarte, liegt üblicherweise bei 2.000 bis 8.000 Euro einmalig. Dazu kommen Domain, Hosting, Updates und Wartung mit üblicherweise 30 bis 90 Euro im Monat. Das ist der leichte Teil.
Der schwere Teil ist danach. Eine Seite, die niemand findet, bringt nichts. Für Sichtbarkeit bei Google braucht es Inhalte zu den Leistungen, die tatsächlich gesucht werden, örtliche Einträge, gepflegte Bewertungen und laufende Arbeit daran. Eine Agentur nimmt dafür üblicherweise 500 bis 2.000 Euro im Monat. Wer es selbst macht, rechnet mit zwei bis vier Stunden im Monat, und zwar dauerhaft, nicht einmalig.
Und dann ist da die Wartezeit. Eine neue Seite braucht üblicherweise sechs bis zwölf Monate, bis sie bei Google trägt. In dieser Zeit zahlen Sie, ohne dass etwas zurückkommt.
Genau diesen Block nehmen wir Ihnen ab. Wir bauen und betreiben die Seite für Ihr Gewerk in Ihrer Region, tragen Aufbau, Domain, Hosting und die laufende Arbeit an der Sichtbarkeit, und Sie zahlen erst, wenn eine Anfrage bei Ihnen ankommt. Keine Einrichtungsgebühr, kein monatliches Budget, keine eigene Website nötig.
Bezahlte Kanäle: Google Ads
Anzeigen wirken ab dem ersten Tag, und genau dafür zahlen Sie. Sie zahlen pro Klick, nicht pro Anfrage. Im Dachhandwerk sind die Klickpreise hoch, weil die Aufträge groß sind: üblich sind je nach Region zwei bis sechs Euro für einen Klick.
Rechnen Sie das einmal durch. Wenn von hundert Klicks fünf zu einer Anfrage werden, kostet Sie eine Anfrage zwischen 40 und 120 Euro, und Sie haben sie noch nicht gewonnen. Ein Budget unter 500 Euro im Monat liefert im Dachhandwerk kaum verwertbare Menge.
Dazu kommt die Pflege. Ohne laufendes Aussortieren der Suchbegriffe fließt Geld in Anfragen wie „Dachdecker Ausbildung” oder „Dachziegel Preise”. Wer das nicht selbst kann, zahlt eine Agentur zusätzlich.
Der Unterschied zu unserem Modell ist einfach: Bei Anzeigen zahlen Sie für die Chance auf eine Anfrage. Bei uns zahlen Sie für die Anfrage.
Portale und Vermittler
Der schnellste Weg, und der mit den meisten Enttäuschungen. Sie laden Guthaben auf, kaufen Anfragen, und dieselbe Anfrage geht an mehrere Betriebe. Das ist kein Versehen, sondern das Geschäftsmodell. Wer zuerst zurückruft, gewinnt. Wer am billigsten ist, gewinnt wirklich.
Für ein Gewerk mit hohen Auftragswerten ist das besonders bitter. Sie fahren raus, messen auf, schreiben ein Angebot über 18.000 Euro und verlieren gegen jemanden, der etwas darunter liegt.
Wir arbeiten von der anderen Seite her. Die Anfrage entsteht nicht auf einem Marktplatz, sondern auf einer Seite, die für genau ein Gewerk in genau einer Region gebaut ist. Fester Betrag pro Anfrage, kein Anteil vom Auftragswert, keine Klickabrechnung. Wie viele Betriebe eine Anfrage bekommen, sagen wir Ihnen vorher.
Ehrlich dazu: Auch bei uns zahlen Sie für die Anfrage, nicht für den Abschluss. Wer nur bei Auftrag zahlen will, ist bei diesem Modell falsch.
Feste Partner statt Einzelaufträge
Der ruhigste Kanal im Dachhandwerk sind wiederkehrende Partner: Hausverwaltungen für Wartung und Rinnenreinigung, Solarteure, die jemanden fürs Dach brauchen, Zimmereien am Neubau, Sachverständige nach Schäden. Der Aufbau läuft über Gespräche, nicht über Marketing, dauert Jahre und trägt dann Jahre.
Was das für Sie heißt
Jeder Weg außer Empfehlung kostet Sie entweder Geld im Voraus oder Zeit im Voraus, meistens beides. Website, Sichtbarkeit und Anzeigen verlangen eine Vorleistung von mehreren tausend Euro und ein halbes Jahr Geduld, bevor die erste Anfrage kommt.
Diese Vorleistung übernehmen wir. Kommt bei Ihnen nichts an, zahlen Sie nichts.
Ein Punkt zum Timing: Wenn es die Seite für Ihre Region schon gibt, kann es in wenigen Tagen losgehen. Muss sie erst gebaut werden und bei Google ankommen, reden wir über Wochen bis Monate. Diese Zeit läuft für jeden gleich. Wer im Herbst fragt, ist im Frühjahr da, wo ein anderer erst anfängt.