Ratgeber Elektro

Aufträge als Elektrobetrieb gewinnen

Elektrobetriebe haben selten zu wenig Anfragen, sondern zu viele kleine. Die Steckdose im Altbau bindet einen halben Tag und bringt wenig, die Verteilererneuerung bringt Geld, kommt aber nicht von allein. Die Frage ist, wie Sie den Anteil der lohnenden Aufträge erhöhen, ohne dafür ein Marketingbudget aufzubauen.

Die Wege im Überblick

  • Bauträger und Generalunternehmer. Volumen und Auslastung, dafür Preisdruck und Klumpenrisiko
  • Hausverwaltungen. Viele kleine Vorgänge, planbar
  • Eigene Website und Google. Erreicht die lohnenden Modernisierungen, braucht Vorlauf
  • Google Ads. Sofort wirksam, teuer bei allgemeinen Begriffen
  • Portale. Überwiegend Kleinaufträge zum gleichen Anfragepreis
  • Solarteure und Autohäuser. Der Zugang zum Wallbox- und Photovoltaikgeschäft

Bauträger: Auslastung mit Nebenwirkung

Ein Bauträger bindet ein Team über Monate, das ist planbar. Der Preis dafür: Sie verhandeln gegen andere Betriebe über Einheitspreise, Nachträge werden zäh, und bei Zahlungsschwierigkeiten des Bauträgers hängen Sie mit drin.

Als Grundlast sinnvoll, als alleinige Basis riskant. Wer nur einen großen Kunden hat, hat kein Marketingproblem, sondern ein Klumpenrisiko.

Wallbox, Photovoltaik und Speicher

Der Bereich mit der besten Marge, und der, in dem die Anfrage oft gar nicht bei Ihnen ankommt. Sie landet beim Solarteur, beim Autohaus oder beim Energieberater, und der gibt die Elektroarbeiten weiter.

Wer dort als fester Partner hinterlegt ist, bekommt Aufträge ohne eigene Akquise. Der Aufbau läuft über Gespräche und kostet vor allem Zeit.

Wer selbst gefunden werden will, muss den Begriff auch verwenden. Ein Betrieb, der Wallboxen installiert, das aber nirgends schreibt, wird dafür nicht gefunden. Das klingt banal und ist der häufigste Grund, warum Anfragen bei anderen landen.

Die eigene Website: der unterschätzte Posten

Im Elektrohandwerk reicht eine Visitenkartenseite nicht. Sie brauchen für jede lohnende Leistung eine eigene Seite, weil Menschen nach dem Problem suchen und nicht nach der Branche: Zählerschrank tauschen, Wallbox installieren, E-Check, Netzwerkverkabelung, Altbau elektrifizieren.

Was das kostet: Eine Agentur baut so etwas üblicherweise für 2.000 bis 8.000 Euro. Domain, Hosting und Wartung liegen üblicherweise bei 30 bis 90 Euro im Monat. Damit ist die Seite gebaut, aber noch nicht gefunden.

Für die Sichtbarkeit bei Google verlangen Agenturen üblicherweise 500 bis 2.000 Euro im Monat. Wer selbst schreibt und pflegt, rechnet dauerhaft mit zwei bis vier Stunden im Monat. Und bis eine neue Seite trägt, vergehen üblicherweise sechs bis zwölf Monate, in denen Sie zahlen und nichts zurückkommt.

Genau dieses Paket übernehmen wir. Wir bauen und betreiben die Seite für Ihr Gewerk in Ihrer Region, tragen Aufbau, Technik und die laufende Arbeit, und Sie zahlen erst, wenn eine Anfrage ankommt. Kein Einrichtungsbetrag, kein Monatsbudget.

Bezahlte Kanäle: Google Ads

Anzeigen eignen sich im Elektrohandwerk vor allem für klar abgegrenzte, hochwertige Leistungen. Für „Wallbox Installation” plus Ort lohnt sich das. Für „Elektriker in der Nähe” wird es teuer und liefert Kleinstaufträge.

Sie zahlen pro Klick, nicht pro Anfrage. Üblich sind je nach Begriff und Region ein bis vier Euro. Wenn davon jeder zwanzigste Klick zu einer Anfrage wird, kostet die Anfrage zwischen 20 und 80 Euro, und der Auftrag ist damit noch nicht gewonnen.

Der zweite Posten ist die Pflege. Ohne laufendes Aussortieren fließt ein erheblicher Teil des Budgets in Suchen wie „Elektriker Gehalt” oder „Kabel kaufen”. Wer das nicht selbst macht, zahlt eine Agentur zusätzlich.

Bei Anzeigen kaufen Sie Aufmerksamkeit. Bei uns kaufen Sie eine Anfrage.

Portale und Vermittler

Guthaben aufladen, Anfragen kaufen, und dieselbe Anfrage geht an mehrere Betriebe. Wer zuerst zurückruft, gewinnt. Wer am billigsten ist, gewinnt wirklich.

Im Elektrohandwerk kommt dazu, dass viele Portalanfragen Kleinaufträge sind. Sie zahlen denselben Anfragepreis, egal ob es um eine Steckdose oder eine Verteilererneuerung geht.

Wir arbeiten anders. Die Anfrage entsteht nicht auf einem Marktplatz, sondern auf einer Seite für genau ein Gewerk in genau einer Region. Fester Betrag pro Anfrage, kein Anteil vom Auftragswert, keine Klickabrechnung. Wie viele Betriebe eine Anfrage bekommen, sagen wir vorher.

Ehrlich dazu: Auch bei uns zahlen Sie für die Anfrage, nicht für den Abschluss, und eine Zusage auf eine bestimmte Zahl Anfragen im Monat gibt es nicht.

Was das für Sie heißt

Alle Wege außer Empfehlung und Partnerschaft verlangen Vorleistung. Website und Sichtbarkeit kosten im ersten Jahr schnell einen fünfstelligen Betrag, bevor die erste Anfrage kommt. Anzeigen kosten monatlich weiter, auch wenn nichts daraus wird.

Wir gehen in Vorleistung. Kommt bei Ihnen nichts an, zahlen Sie nichts.

Zum Timing: Gibt es die Seite für Ihre Region schon, kann es in wenigen Tagen losgehen. Muss sie erst gebaut werden, reden wir über Wochen bis Monate. Diese Zeit vergeht so oder so. Der Unterschied ist nur, ob sie für Sie schon läuft oder noch nicht angefangen hat.

Branche und Region anfragen