Ratgeber Gerüstbau

Aufträge als Gerüstbauer gewinnen

Gerüstbau ist ein B2B-Geschäft, das sich als Handwerk tarnt. Ihre Kunden sind selten Bauherren, sondern Dachdecker, Maler, Stuckateure und Bauträger. Das ändert alles: Nicht die Menge der Anfragen entscheidet, sondern die Auslastung des Materials, und die hängt an wenigen festen Beziehungen.

Die Wege im Überblick

  • Andere Gewerke. Dachdecker, Maler, Fassadenbauer, Zimmerer
  • Bauträger und Generalunternehmer. Große Standzeiten, planbar
  • Kommunen und Wohnungsgesellschaften. Sanierungsprogramme
  • Privatkunden über Google. Kleiner Anteil, aber unabhängige Nachfrage
  • Google Ads. Wenig Suchvolumen, deshalb schwierig
  • Portale. Kaum vorhanden, weil das Geschäft nicht über Kunden läuft

Ihre Kunden sind andere Handwerker

Ein Malerbetrieb, der eine Fassade streicht, braucht ein Gerüst. Ob er Sie anruft oder jemand anderen, entscheidet sich über Zuverlässigkeit, Termintreue und die Frage, ob Ihr Material verfügbar ist, wenn er es braucht.

Diese Beziehungen sind die stärkste Auftragsquelle der Branche und gleichzeitig das größte Risiko. Wer drei große Partner hat und einer davon wechselt, hat ein Auslastungsproblem, gegen das kein Marketing hilft.

Standzeit statt Auftragszahl

Anders als in fast jedem anderen Gewerk zählt bei Ihnen nicht, wie viele Aufträge Sie haben, sondern wie lange das Material steht und wie oft es umgesetzt wird. Ein langer Sanierungsauftrag ist wertvoller als zehn kurze Einsätze, obwohl er nur eine Anfrage war.

Das heißt auch: Sie brauchen nicht viele Anfragen. Sie brauchen die richtigen.

Der Privatkunde als unabhängiges Standbein

Wer selbst gefunden wird, ist nicht davon abhängig, dass ein Partnerbetrieb Aufträge hat. Bauherren suchen durchaus selbst nach einem Gerüst, etwa für Eigenleistung am Dach oder bei der Fassadendämmung.

Dieser Anteil ist klein, aber er ist Ihrer und hängt an keinem Partner.

Die eigene Website: wenig Suchvolumen, hohe Wirkung

Im Gerüstbau wird deutlich seltener gesucht als in anderen Gewerken. Das klingt nach einem Nachteil und ist einer, aber es bedeutet auch: Wer dort steht, steht fast allein.

Die Kosten unterscheiden sich nicht von anderen Gewerken. Eine Agenturseite liegt üblicherweise bei 2.000 bis 8.000 Euro einmalig, Domain, Hosting und Wartung bei üblicherweise 30 bis 90 Euro im Monat. Für laufende Sichtbarkeit verlangen Agenturen üblicherweise 500 bis 2.000 Euro im Monat.

Was sich unterscheidet, ist das Verhältnis. Bei geringem Suchvolumen dauert es länger, bis sich eine solche Investition trägt, und der übliche Vorlauf von sechs bis zwölf Monaten fühlt sich entsprechend länger an.

Genau deshalb ist das ein Kanal, den kaum ein Gerüstbauer selbst aufbaut. Wir tun es: Wir bauen und betreiben die Seite für Ihr Gewerk in Ihrer Region, tragen den Aufbau und die laufende Arbeit, und Sie zahlen erst, wenn eine Anfrage bei Ihnen ankommt. Bei geringem Volumen heißt das auch: wenig Anfragen, aber keine Fixkosten.

Bezahlte Kanäle: rechnet sich hier selten

Google Ads braucht Volumen, um zu funktionieren. Bei wenigen hundert Suchen im Monat in einer Region sammelt eine Kampagne kaum Daten, bleibt teuer und liefert Streuung.

Üblich sind ein bis vier Euro pro Klick. Das Problem ist nicht der Preis, sondern die Menge: Sie zahlen eine Grundgebühr an Aufmerksamkeit, um vielleicht zwei oder drei Anfragen im Monat zu bekommen, und sobald Sie abschalten, ist es vorbei.

Für ein Geschäft, das an Standzeiten hängt und nicht an Anfragezahlen, ist das selten der richtige Hebel.

Portale und Vermittler

Handwerkerportale spielen im Gerüstbau kaum eine Rolle, weil Ihre Kunden überwiegend Gewerbe sind und nicht ausschreiben. Wo Privatkunden ausschreiben, gilt das übliche Muster: eine Anfrage, mehrere Betriebe, Entscheidung über den Preis.

Bei uns entsteht die Anfrage auf einer Seite für genau ein Gewerk in genau einer Region. Fester Betrag pro Anfrage, kein Anteil vom Auftragswert, keine Klickabrechnung.

Ehrlich dazu: Auch bei uns zahlen Sie für die Anfrage, nicht für den Abschluss, und bei einem Gewerk mit wenig Suchvolumen sagen wir Ihnen im Gespräch offen, mit welcher Größenordnung zu rechnen ist.

Was das für Sie heißt

Partnerbetriebe tragen Ihr Geschäft und machen Sie gleichzeitig abhängig. Ein eigener Kanal ist deshalb weniger eine Wachstums- als eine Absicherungsfrage.

Wir gehen in Vorleistung. Kommt nichts an, zahlen Sie nichts, und gerade in einem Gewerk mit schmalem Suchvolumen ist das der entscheidende Unterschied zu Anzeigen mit festem Monatsbudget.

Zum Timing: Fassaden- und Dacharbeiten werden im Winter geplant. Wer im Frühjahr sichtbar sein will, fängt im Sommer davor an.

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